Fachkraft für Gesundheitsschutz 4.0

Weiterbildung zur Fachkraft Gesundheitsschutz 4.0

In unserer praxisnahen Weiterbildung zur Fachkraft für interkulturelles betriebliches Gesundheitsmanagement lernen Sie Strategien und Methoden zur Konzeption, Anwendung und Prüfung präventiver und gesundheitsfördernder Maßnahmen. In mehreren europäischen Ländern wurde neben Betriebsarzt und Fachkraft für Arbeitssicherheit bereits zusätzlich eine dritte Fachkraft für Gesundheitsförderung eingeführt. Es ist wohl nur eine Frage der Zeit, bis dies auch von der deutschen Gesetzgebung gefordert wird. Als GesundheitsmanagerInn können Sie aber auch schon jetzt von optimalen Berufsaussichten profitieren.

Worum geht es bei der Weiterbildung?

Die Weiterbildung zur Fachkraft für interkulturelles betriebliches Gesundheitsmanagement ist praxisnah angelegt.

Die TeilnehmerInnen sollen Strategien und Methoden zur Konzeption, Anwendung und Prüfung präventiver und gesundheitsfördernder Maßnahmen erlernen.

Hinzu kommen Kenntnisse des

  • Controlling,
  • Marketing,
  • Arbeitspsychologie,
  • Qualitätsmanagement und
  • rechtliche Grundlagen.
    Suchtprävention sowie Ernährungs- und Bewegungsmaßnahmen sind ebenfalls Teil der Weiterbildung.

Berufsaussichten nach der Weiterbildung

Der demografische Wandel vollzieht sich derzeit in allen großen und kleinen Unternehmen. Daher wird die Gesunderhaltung der Mitarbeiter eine immer wichtigere Rolle einnehmen.

Den Absolventen der Weiterbildung zur Fachkraft interkulturelles Gesundheitsmanagement stehen in allen öffentlichen und privaten Bereichen des Gesundheitswesens berufliche Wege offen, etwa in Krankenkassen, Ämtern oder in der Pharmaindustrie. Prävention, Gesundheitsförderung, Rehabilitation sowie Ernährungs- und Trainingsberatung sind zentrale Themen.

Über kurz oder lang wird der Gesetzgeber eine dritte Präventionskraft in Unternehmen fordern. Neben Betriebsarzt und Fachkraft für Arbeitssicherheit wird die Fachkraft für Gesundheitsförderung (Prävention) eine wichtige Funktion in Unternehmen und Behörden wahrnehmen.

Diese Forderungen und deren Einführung gibt es bereits in anderen europäischen Ländern. (Schweden, Finnland, Österreich, Schweiz…)

Warum „interkulturell“?

Kulturelle Vielfalt am Arbeitsplatz ist heute in vielen Unternehmen eine Selbstverständlichkeit und wird in Zukunft noch zunehmen. Den Gesundheitsschutz der Mitarbeiter zu gewährleisten, ist in diesen Unternehmen eine besondere Herausforderung. Menschen mit unterschiedlichen kulturellen Hintergründen haben unterschiedliche Vorstellungen, was Gesundheit bedeutet, und sie nehmen Krankheiten verschieden wahr. Es existieren andere berufliche Belastungen und Beanspruchungen, aber auch Sprachbarrieren oder Wissenslücken, wer der richtige Ansprechpartner im Betrieb für ein spezielles Anliegen ist. Diese „Verschiedenheit“ kann sich in der Arbeitsunfähigkeit ausdrücken, die je nach kulturellem Hintergrund variiert.

Die betriebliche Prävention sollte daher die verschiedenen kulturellen Hintergründe der Belegschaft berücksichtigen. Weil es bisher hierzu keine geeigneten Maßnahmen gibt, mit denen darauf eingegangen wird, habe ich ein Interkulturelles Betriebliches Gesundheitsmanagement (IGM) entwickelt.

Was fordert der Gesetzgeber?

Der Gesetzgeber verpflichtet die Arbeitgeber dazu, ein gesundheitsförderliches Arbeitsumfeld zu schaffen und gleichzeitig Gefahren für psychische Belastungen am Arbeitsplatz zu erkennen und diese soweit wie möglich abzustellen.

Alleine diese beiden Faktoren machen eine Fachkraft für interkulturelles Gesundheitsmanagement in Betrieben in den nächsten Jahren zu einer der wichtigsten Personen.

Aufgaben und Tätigkeitsfelder

Die Fachkraft  muss in der Lage sein, das IGM in die betrieblichen Prozessen zu integrieren und die notwendigen Maßnahmen aktiv und effektiv zu gestalten. Kommunikationshindernisse zwischen den Handlungsfeldern sind zu überwinden und projektorientierte Kooperationen zu fördern. Mögliche Aufgaben eines professionellen betrieblichen Gesundheitsmanagers sind:

  • Sicherstellung eines zeitgemäßen, zielgruppenorientierten Managementsystems
  • Konzeption und Planung sowie selbstständige Durchführung von Maßnahmen im betrieblichen Gesundheitsmanagement
  • Auswertung von Gesundheitsberichten und Präsentation der Ergebnisse sowie geeigneter Maßnahmen
  • Moderation eines Gesundheitsausschusses
  • Zusammenarbeit mit den Sozialpartnern (Betriebsärztliches Zentrum, Personalabteilung, Krankenkassen und Medical Services)
  • Koordination vielfältiger Aktivitäten
  • Interne und externe Kommunikation
  • Leitung selbstständiger Projekte
  • Mitarbeit in verschiedenen internen Arbeitsgruppen
  • Aufbau eines Managementsystems
  • Beratungen der Mitarbeiter zu Gesundheitsthemen
  • Unterstützung und Beratung von Betriebsärzten
  • Durchführung von Trainings und Organisation von Weiterbildungen in Zusammenarbeit mit anderen Bereichen

Inhalte und Dauer der Weiterbildung

Modul 1 – Dauer: 3 Tage

  • IGM-Grundlagen – Unternehmenspolitik, Gesetze und Standards
  • Notwendigkeiten einer betrieblichen Gesundheitspolitik/  Herausforderungen für das IBGM
  • Betriebliches Gesundheitsmanagement – Vision und Leitbild
  • Rechtliche Grundlagen und Rahmenbedingungen
  • Wirksamkeit, Nutzen, Stand und Entwicklungen des interkulturellen betrieblichen Gesundheitsmanagements
  • Umsetzung auf interkultureller Ebene

Modul 2 – Dauer: 2 Tage

  • IGM im Betrieb – Aufbau und Steuerung (DIN SPEC 91020)
  • Gesundheitsmanagement in den Betrieb implementieren
  • Strukturen schaffen – Akteure und Rollen
  • Die häufigsten Erfolgshindernisse für IBGM
  • Umsetzung auf interkultureller Ebene

Modul 3 – Dauer: 2 Tage

  • Handlungsfelder von IBGM – Analyse und Umsetzung
  • Suchtprävention (Prof. Schüppel)
  • Ernährungsberatung
  • Bewegungstherapie
  • Organisationsdiagnostik: Erhebungsmethoden zur Bedarfsermittlung von Maßnahmen
  • Handlungsfelder und Tools der beruflichen Gesundheitsförderung Umsetzung auf interkultureller Ebene

Modul 4 – Dauer: 3 Tage

  • Gesamtevaluation und kontinuierliche
  • Verbesserung im IBGM – Controlling und Kommunikation
  • Grundlagen der Gesundheitskommunikation
  • Instrumente der Gesundheitskommunikation
  • Werbemittel im IBGM
  • Umsetzung auf interkultureller Ebene

Intensiv-Seminar 1 – Dauer: 3 Tage

  • Umsetzung eines Implementierungsprozesses eines Gesundheitsmanagements im Betrieb
  • Umsetzung eines Steuerungsprozesses im Gesundheitsmanagement  eines Betriebs
  • Erwerb von Grundlagenwissen der Moderation
  • Durchführung einer Moderation
  • Entwicklung von Kommunikationskonzepten und Gesundheitsberichten
  • Erwerb von Grundlagenkenntnissen über Gesprächsführung und Präsentationstechniken
  • Halten von Präsentationen

Intensiv-Seminar 2 – Dauer 3 Tage

  • Erwerb von Grundlagenwissen über psychische Gesundheit am Arbeitsplatz
  • Grundlagen zur Gefährdungsbeurteilung psychische Belastungen
  • Praxisbeispiel Durchführung einer Gefährdungsbeurteilung
  • Arbeits- und Gesundheitsschutz 4.0

Prüfungsvorbereitung und Prüfung – Dauer: 1 Tag

Prüfung:

Voraussetzung zur Erlangung des Zertifikates ist das Bestehen der schriftlichen Prüfung.

Gegenstand der Prüfung ist eine schriftliche Klausur anhand von Multiple-Choice-Fragen mit einer Bearbeitungszeit von 60 Minuten.

Zudem muss ein Implementierungskonzept für ein betriebliches Gesundheitsmanagement in einem Musterunternehmen im Vorfeld ausgearbeitet werden und vor Ort in einer Kurzpräsentation von ca. 10–15 Minuten vor einer fiktiven Geschäftsführung (Prüfungsausschuss) präsentiert werden.

Die Ausarbeitung des Konzepts dient lediglich der Vorbereitung auf die Präsentation.

Nach erfolgreichem Abschluss der Weiterbildung erhalten die Teilnehmerinnen das Zertifikat:

Fachkraft für interkulturelles Gesundheitsmanagement (IGM Schneider)

Ihr Dozent und Ansprechpartner:

Friedrich Schneider, Wirtschafts- und Organisationspsychologe M.A.

Ich komme aus dem Logistik-Management der Automobilindustrie und  bin nunmehr seit über 10 Jahren in der betrieblichen Gesundheitsförderung tätig. Neben beratenden Tätigkeiten in KMU´s verfüge ich ebenso über einen großen Erfahrungsschatz der BGF in Industrieunternehmen. Ich war und bin zudem für verschiedene institutionelle Einrichtungen (vhs, HdB, DRV) als Referent und Moderator tätig.

Begleitende Kooperationspartner und weitere Dozenten:

Bildungszentrum Oberalteich

Johannesbad Bad Füssing

Klinikum Straubing
Frau Dr. Sollacher (Betriebsmedizin)

Suchtklinik Furth i. Wald
Prof. Schüppel (leitender Chefarzt)

Physioinsel Bogen
Julia Voigtmann, Maria Zellmer

Termine und Preise

Der nächste Termin für die Weiterbildung „Fachkraft für interkulturelles Gesundheitsmanagement“: auf Anfrage

Seminargebühr: auf Anfrage

Oder als Duale Weiterbildungsmaßnahme an 10 Wochenenden (Freitag und Samstag) plus 1 Woche Intensivseminare

Anfrage